The Jewel
(1985 - Barrett, Carter, Gee, Harris)
Pendragon spielen
auf ihrem ersten Album Progrock, der hier und da Anleihen bei
"Marillion" nimmt.
Die treibende Kraft hinter Pendragon ist dabei Gitarrist und Leadsänger
Nick Barrett, der fast ausnahmslos alle Lieder komponiert und
auch arrangiert, so daß die anderen Musiker der Band keinen
sehr großen Einfluß haben.
Barrett schreibt eher softe und teilweise auch "poppig" klingende
Lieder. Sein Gitarrensound ist fast immer clean und gefühlvoll,
starke Verzerrungen gibt es nicht. Sein Gesang klingt recht weich
und ein wenig gleichförmig. Pendragon spielen als Progrockband
somit den vielleicht softesten Sound im Genre.
Es klingt fast immer sehr angenehm dabei, wer aber Härte
und Dynamik in der Musik will, wird von Pendragon nicht immer
bedient.
So zeigt auch "The Jewel" diese Charakteristik. Abgesehen von
wenigen kurzen Liedern, wie z.B. "Higher Circles", das für
mich schon eher ein Popsong ist, und "The Pleasure of Hope", das
bereits etwas mehr Progeinschlag hat und von den Keyboards her
sehr stark an Marillion erinnert, herrschen lange, zumeist eher
gefühlvolle und langsame Kompositionen vor.
Herausragen tut dabei kein Stück, sie klingen allesamt angenehm
und schön, es sind immer auch längere Gitarrenparts
dabei.
Insgesamt betrachtet kann "The Jewel" überzeugen. Die Musik
von Pendragon ist einfach sehr nett und schön anzuhören.
Nichts zum "abrocken", eher zum stillen genießen und zuhören.
12 Punkte
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